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Gemeinde Inden

Ende Juli fließt Solarstrom aus dem Braunkohlentagebau Inden

Am Dienstag, dem 26.04.2022 war offizieller Baustart für die Freiflächensolaranlage

Es erfolgte der 1. Spatenstich durch Bürgermeister Stefan Pfennings, Landrat Wolfgang Spelthahn, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Indeland GmbHJens Bröker, RWE Renewables-CEO Katja Wünschel und RWE Power-Vorstand Dr. Lars Kulik 

Schon in wenigen Wochen wird der Tagebau Inden nicht mehr nur Braunkohle liefern, sondern auch Solarstrom: Die Solarmodule sollen in der Spitze 14,4 Megawatt elektrische Leistung bereitstellen. Sie vereint rund 26.500 Solarmodule und einen Stromspeicher. Bereits Ende des Sommers soll sie in Betrieb gehen.

Die Solarmodule werden in zwei rund 1,4 Kilometer langen und rund 100 Meter breiten Streifen auf einer Kiesfläche im westlichen Randstreifen des offenen Tagebaus Inden errichtet. Nach dessen Auslaufen Ende 2029 wird das Areal Seeböschung und Seeufer sein. Doch bis die ersten Wellen ans Ufer schlagen, vergehen zwei Jahrzehnte – Zeit genug, das Gelände zwischenzeitlich für einen großen Solarpark mit Batteriespeicher zu nutzen. Genau das hatte RWE der Bundesnetzagentur im Rahmen einer Innovationsausschreibung vorgeschlagen und vergangenes Jahr den Zuschlag dafür erhalten.

Der Stromspeicher sei auf eine zweistündige Stromaufnahme und -abgabe von 9,6 Megawattstunden ausgelegt. Damit fungiert er als Puffer zwischen Stromerzeugung und Netz. So kann die Stromeinspeisung noch besser auf den Bedarf abgestimmt werden. 

Elf Millionen Euro werden in das Projekt investiert.

Für die Menschen im Umfeld der Tagebaue sei der Solarpark ein Zeichen, dass intelligente Lösungen für eine Zwischennutzung der Tagebau-Freiflächen möglich ist, betonte Stefan Pfennings bei seiner Eröffnungsrede. Die politischen Gremien des Gemeinderates der Gemeinde Inden haben bereits im letzten Jahr selbstverständlich das Einvernehmen zur Einrichtung dieser Freiflächenphotovoltaikanlage einschließlich der vorgesehenen Batteriespeicher und der notwendigen Wechselrichter an dieser Stelle erteilt. 

Schließlich gewinnen die Anrainerkommunen des Tagebaus und so auch die Gemeinde Inden an Attraktivität als zukunftsfähiger Wohn- und Wirtschaftsstandort hinzu! Dafür sind wir sehr dankbar! 

Die RWE Renewables GmbH ist wie die Gemeinde Inden Gründungsmitglied des Gigawattpaktes aller Akteure in der Region mit dem Ziel des Ausbaus der Erneuerbaren Energien. Gemeinsam mit 48 weiteren Gründungsmitgliedern – weitere Mitstreiter-Kommunen und –Unternehmen treten sicherlich noch bei – wollen wir gemeinsam die Stromerzeugungsleistung und gleichzeitig die Energiegewinnung zur Wärmeerzeugung durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien forcieren. Insgesamt gilt es mit zusätzlich rund 2,7 GW die Stromerzeug auf 5 GW mehr als zu verdoppeln. 

Und hier zahlt zukünftig die Hybrid-PV-Anlage, mit deren Bau heute begonnen wird, einen großartigen Beitrag in die Zielsetzung des Gigawattpaktes ein. 

Die PV-Anlage ist bereits ab heute ein Vorreiter, ein Beweis           und für die Bürgerinnen und Bürger ein großartiges Zeichen dafür, dass diese und noch viele weitere gute Ideen für eine frühzeitige und intelligente Zwischennutzung des Tagebaus Inden bis zum Abschluss der Befüllung auch tatsächlich ergriffen und umgesetzt werden. 

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